Razzia bei Künstlern auf der Donauinsel

von Daniel (Kommentare: 0)

Langeweile bei der Polizei?

Zivile Polizisten schleusen sich in Künstlerkreise auf der Donau ein!!

An vielen sonnigen Tagen treffen sich teils bekannte-, teils Unbekannte freie Menschen auf der Donau im 21. Bezirk in Wien. Dort treffen sich also Künstler, Musiker und andere lebendige Menschen, die gerne Natur und Zusammensein genießen. Diese Treffen und Trommelsessions werden seit Jahren auch zur Freude vieler Donaubesucher gelebt, ohne Probleme!

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So ist es auch Normal, dass neue Menschen einfach dazu kommen, sich dabei setzen, sich ein freies Instrument schnappen und mit musizieren. Sicherlich kommt es dabei auch mal vor, das eine konische Zigarette die Runde macht. Das es kaum Verbrechen in Wien gibt, hatte die Polizei offenbar Langeweile oder das Bedürfnis auch mal an der Donau sitzen zu dürfen und den Trommlern zu lauschen.

Ohne das Wissen der Anwesenden, mischten sich wohl einige Tage zuvor zivile Polizeibeamte unter die Gruppe, ein afrikanischer Polizist und eine Polizistin, gesellten sich hinter die Büsche und beobachteten das gesellschaftliche-lustige Treiben mitten auf der Donau!
Am 4.07.2013 schlugen die Polizisten dann erbarmungslos zu und ließen Gerechtigkeit walten!

Es sind KRIMINELLE, denn es wurde beobachtet, daß es wohl nach Kräutern gerochen haben soll, das manche der Teilnehmer wohl bewusstseinserweiternde Pflanzen wie Cannabis  konsumiert hatten. In afrikanischen- oder scharmanischen Kulturkreisen, wie auch bei den Rastafaris, gehört Cannabiskonsum zur Religion, es ist eine Art Ritual, gerade während Ihrer Musik-Trance-Phasen. Diese Tradition ist etwa 4.000 Jahre alt und musste sich leider in Europa unter der Prohibition, wie früher Alkohol, kriminalisieren lassen.

Keiner dieser anwesenden Personen hat also versucht, anderen Menschen Drogen zu verkaufen, sondern es handelte sich sogar um einen 46 jährigen pensionierten Cannabis-Patienten, der täglich unter starken Schmerzen zu leiden hat und dem diese Medizin sehr hilft diese erträglich zu machen, ganz ohne Nebenwirkungen, außer der Strafverfolgung.

Bei einer kurzen Spielpause am späten Nachmittag ca. 18 Uhr, wollte sich nun einer der Anwesenden einen Joint anzünden, was die zivilen Polizeibeamten direkt nutzen. Plötzlich sprangen die motivierten Beamten hoch und zückten ihre Ausweise, um Ihre Macht zu demonstrieren.
Es befanden sich zu diesem Zeitpunkt etwa 10 Leute vor Ort,  doch bei diesen vielen potentiellen Verbrechern musste man Verstärkung anfordern, bezahlt ja der Steuerzahler.
Die Verstärkung präsentierte sich in 3 großen Polizeibussen, ein ziviler Polizeibus mit insgesamt etwa 15 bewaffneten Beamten, die wohl schon in der Nähe warteten.

Zunächst wurden mal alle Anwesenden, auch die, die nicht Cannabis konsumiert hatten, auf Personalien überprüft, ich nenne es eher Freiheitsberaubung oder Schikanieren. Vier der Anwesenden mussten die Polizisten auf die Wache begleiten und weitere schikanierende Handlungen über sich ergehen lassen, mit „Freund und Helfer“ hatte man sich wohl getäuscht!

Jedoch konnten sich die fleißigen Beamten nach Durchsuchungen über ein Erfolgserlebnis freuen! Obwohl Steuerausgaben von mehreren tausend Euro verschwendet wurden und weder eine Verurteilung noch eine Veränderung bei den Konsumenten stattfinden wird, konnten die Polizeibeamten einen Fund von 0,2 Gramm, der in einem Joint vermutet wurde, als Erfolg verbuchen.

Die Verhafteten verließen also ein-bis zwei Stunden später nach freiwilligen Aussagen die Gebäude des Gesetzes, leider ohne Reue, sondern nur mit einem Kopfschütteln, über diese Vorgehens- und Umgangsweise mit dem Thema Cannabis.

Die Freunde der Trommeln rufen nun dazu auf, sich ein wenig aktiv zu machen und solche unnötigen und teuren Polizeieinsätze zu unterbinden. Schaut einfach mal vorbei, schreibt Protestbriefe an Eure Parteien, macht kleine Schilder und stellt sie sichtbar an der Donau auf. Sagt Eure Meinung, steht endlich auf und lasst unsere Freiheit nicht immer weniger werden.

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