Meine Story

Angefangen hat die Geschichte mit Drogen wohl im Gebüsch mit 9 oder 10 Jahren, als wir das erste mal gestohlene Zigaretten in den Gebüschen dampfen liessen. Danach kann ich mich erinnern habe ich einige Erlebnisse mit Alkohol gehabt, da wurden mal die Gläser auf einer Party heimlich geleert, oder mal probiert, was Mutter in der Bar versteckt hat.

Ich kann aber aus eigenen Erfahrungen behaupten, dass einen die Neugierde zu Drogen oder sonstigen Stoffen bringt, von denen man möchte das sie einen berauschen, belustigen oder  entspannen etc.
Denn ich bin durch meinen großen Bruder und meiner Neugier auf Haschisch gestoßen, indem ich den Geruch eines kleinen Klumpens interessant fand und meinen Bruder fragte was das wäre. Das es Hundekacke war, habe ich ihm einfach nicht abgenommen!

Nach einigen Wochen Quälerei konnte ich meinem Bruder eine kleine Ecke Hasch entwenden und machte kurze Zeit später einen selbstversuch mit meinem damals besten Freund. Damals war ich 14 fast 15 Jahre alt und wohnte in Dortmund.Meinen Schulabschluss bestand ich nach 10 Jahren trotzdem, auch wenn nicht ganz ohne Probleme, aufgrund einer unschönen Kindheit. Wir merkten auch direkt, dass wir uns eigentlich kein Gras/Hasch leisten konnten und so war schnell klar das man es sich irgendwie anders besorgen muss. Mittel und Wege wurden von uns schnell gefunden, so stand ich zwei Jahre später in der Dortmunder Innenstadt und habe Haschisch an Erwachsene Leute verkauft. Als Aufpasser diente ein schwarzer großer Freund, dem ich ab und zu etwas zu rauchen gab.


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Naja die Zeit mit Cannabis flaute dann ein bisschen ab, als ich mich mit 18 Jahren selbst zur Bundeswehr meldetete und meinem Wehrdienst antrat. Hier lernte ich den richtigen Umgang mit Alkohol. Merkte aber auch schnell das mir Alkohol nicht gut tat, leichen Blässe, Kotzerei, Getorkel und scheisse Laberei und was ging es mir immer schlecht, den Tag danach..HILFE!

Zwischenzeitlich machte ich zwei Ausbildungen die ich mit Abschluss auch bestand und natürlich ausübte, einmal als Berufskraftfahrer und dann als Systemtechniker. Cannabis habe ich in dieser ganzen Zeit immer mal wieder genommen, mal exessiver, mal wieder eine Zeitlang gar nicht, je nach Lust und Zustand.

Es wäre vielzuviel meine ganzen Geschichten und Erlebnisse mit Drogen hier niederzuschreiben, denn es waren teilweise sehr lustige, aber auch sehr ernste Situationen in meinem Leben, mehrere Gerichtsverfahren und auch ein Gefängnisbesuch war dabei. Nach einer langen Depression, durch äussere Umstände, eine vererbte Nervenkrankheit und andere Sympthome machte ich auch längere Pausen und befolgte den Rat der Ärzte mich mit einigen pharmazeuthische Produkten vollzupumpen, diese hatten allerdings mehr Nebenwirkungen als Wirkungen und ich leide heute noch unter Nachfolgeerscheinungen dieser Medikamente.

Vor ein paar Jahren, bekam ich durch eine neue Freundin und eine Art Sicherheit durch ein Stück Papier, einen Höhenflug. Ich beschloss kurzerhand irgendwie mit Cannabis in die Zeitung zu kommen und machte eine Selbstanzeige mit einem Kilo Gras . Setze mich in Unterhose an meinem Couchtisch, rauchte mir noch eine fette Bong und wartete bis die Freunde und Helfer kamen. Dauerte auch nur 15min. Sie standen an der Eingangstür und ich sollte dahin kommen, ich rief „sie sollten doch rein kommen und noch einen mit mir rauchen“, aber die glaubten wohl ich habe eine Bombe in der Unterhose oder so.

Habe mir dann noch einen durchgezogen und bin in Unterhose zur Tür, dann lagen auch schon 320kg auf mir in Gestalt von 4 Polizisten. Nach dem ich 20min im Herbst auf dem kalten Fliesenboden gedrückt wurde, mir dauernd Fragen gstellt wurden, ich um Wasser bat, was ich solange nicht bekam, durfte ich nach Bitten einer Nachbarin eine Decke umlegen und ein Glas Wasser trinken. Nachdem der eine Polizist zum siebtem mal fragte, wie ich heisse, sagte ich zu ihm „gleich sage ich Dir wie Deine Tante heisst, wenn Du mich nochmal fragst. Dann wollte er wissen ob ich noch woanders Gras habe, darauf beschrieb ich Ihnen einen Weg, durch eine Falltür und einen unterirdischen Gang zu einer Fabrikhalle, voll mit Ganja, nach kurzem überlegen haben sie aber gemerkt, das ich sie verarsche.

 

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Dann sollte ich mit in eine psychiatrische Klinik fahren, worauf ich einwilligte. Dort stellten sie fest, das ich nur Cannabis genommen habe, nicht unter Alkohohl war, weder Agressiv, noch sonst was, baten mich eine Nacht zu bleiben und konnte dann am nächsten Morgen wieder nach Hause gehen. Was folgte war eine Einladung zu einem Suchtinstitut, denen erzählte ich das der Richter mich eigentlich mal kann und ich nicht weiss was ich bei diesem Institut soll, denn ich bin Patient und seit 30 Jahren Konsument, wer ausser Gott will mir das also verbieten, ich tue ja keinen etwas damit an ausser eventuell mir selbst und selbst das bestreite ich!? Auch sie stellten nur THC fest und notierten meine Äusserungen. Danach hörte ich weder was vom Gericht noch von meinem Kilo Gras, was ich im nachhinein doch gerne wieder gehabt hätte, nichts mehr.

Um als Konsumten auf dem Schwarzmarkt nicht völlig ausgenommen und verarscht zu werden, weil die Preise einfach total übertrieben sind und die Ware oft mit übelen Streckmittel gepuscht werden, muss man einfach selbst anbauen. Das tat ich in meinem Leben schon oft, denn es ist die einzige Möglichkeit auch die Sorte und Qualität zu bekommen, die man gerne auch bei gutem Wein oder anderen Genussmittel haben möchte.

Da ich von den Cannabis-Ernten auch etwas an Patienten und gute Freunde abgab um meine Umkosten zu decken, saß ich auch schon 6 Wochen in Untersuchungshaft und bekam bei der Verhandlung 6 Monate auf 3 Jahre Bewährung durch Aussagen die mich belasteten.

Nach 30 Jahren Cannabiskontakt habe ich niemals irgendeinen verpfiffen und bekam durch meine Krankheit dann irgendwann endlich auch einen Cannabisausweis und das Rezept Dronabinol, jedoch war die Freude nur kurz. Denn weder die Kosten wurden übernommen, noch war es die volle Wirkung, da ja immer nur eine Sorte teilsyntetisch bearbeitet wird und zu Dronabinol gemacht wird. Die echte Natur, verschiedenste Sorten, Wirkungen und Düfte machen erst die wirkliche Entfaltung und medizinischen Einsatz von Cannabis möglich. Aber ich kämpfe bis ich Sterbe für die Freiheit von Cannabis und den verfolgten und ungerecht behandelten Konsumenten. LEGALIZE

 

Über Lösungen möchte ich hier nicht mehr schreiben ...alles Gute

Wir bedanken uns recht herzlich für diesen Beitrag und akzeptieren deinen Wunsch unter einem Pseudonym zu schreiben.eingesandt von Mario K . aus Wien   Anm.d.Redaktion, Symbolfotos.

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